Literaturempfehlung

"Damals in Westfalen"


Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich/Stefan Schaal: Frauen und ihre Schlösser: Mehr als Glanz und Gloria
Knesebeck-Verlag, 29,95 Euro.
Ein schöner Bild- und Leseband, unter anderem über Förderkreis-Mitglied Mechthild Freifrau von Wendt-Papenhausen (Burg Boetzelaer), Patricia Gräfin zu Eulenburg und Hertefeld, Ilka Freifrau von Boeselager (Burg Heimerzheim) und Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen (Schloss Wocklau).

Eduard von Habsburg-Lothringen: Wo Grafen schlafen: Was ist wo im Schloss und warum?
Beck, 14,95 Euro.

Christine Gräfin von Brühl: Noblesse oblige: Die Kunst, ein adliges Leben zu führen
Eichborn, 17,95 Euro.

Buchprojekt der Universität Münster: Unterstützung des studentischen Projektes "Zwischen Tradition und Moderne“

Inhalt

Historische Adelssitze stellen ihre Bewohner und Besitzer vor besondere Herausforderungen. Auf der einen Seite soll das meist Jahrhunderte alte Haus als Denkmal möglichst unverändert für die Nachwelt erhalten werden. Auf der anderen Seite werden die geschichtsträchtigen Gebäude angesichts der hohen Unterhaltungskosten heute nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Hotel, Museum, kultureller Veranstaltungsort oder Begegnungs- und Schulungsstätte genutzt und müssen den neuen Funktionen entsprechend umgebaut werden. Die Herausgeberinnen Dr. Ulrike Frede und Dr. Britta Spies haben 25 Schlösser, Burgen und Herrenhäuser im westlichen Münsterland und in den angrenzenden Niederlanden ausgewählt, die zeigen, wie unterschiedlich die Nutzungsmöglich keiten sind. Gemeinsam mit studentischen und wissenschaftlichen Autoren stellen sie die Geschichte und Gegenwart der historischen Gebäude und ihrer Bewohner dar und gehen der Frage nach, wie das Leben auf einem Adelssitz heute aussehen kann und wie der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt. Daneben aber war es ein wichtiges Anliegen, die vielfältigen Beziehungen zwischen den deutschen und niederländischen Häusern aufzuzeigen und die Menschen auf beiden Seiten der Grenze dazu anzuregen, die alten Herrensitze im Nachbarland zu besuchen und Land und Leute kennenzulernen. Wer lebt heute in und mit diesen Häusern? Wie werden die Anlagen genutzt? Und wie erhält man so ein Anwesen? Die Bewohner und Besitzer von 25 Schlössern und Kastelen auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze haben ihre Häuser geöffnet und geben Einblick in das heutige Leben und die Historie ihrer Wohnsitze. Zahlreiche Fotos und historische Abbildungen nehmen den Leser mit auf eine Reise durch Vergangen heit und Gegenwart dieser faszinierenden Schlösserlandschaft.

Die Herausgeberinnen

Dr. Ulrike Frede, Projektleiterin und Autorin, Dozentin für Volkskunde/Europäische Ethnologie. Selbstständige Tätigkeit im Bereich Kulturmanagement.

Dr. Britta Spies, Projektleiterin und Autorin, Dozentin für Volkskunde/Europäische Ethnologie. Leiterin des Rheinischen Schützen­museums in Neuss.


Antje Vollmer: Doppelleben. Heinrich und Gottlieb von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop

Frankfurt a.M., Eichborn, 2010, 416 S., 34 Euro.

Heinrich von Lehndorff wurde von den Nazis wegen der Beteiligung an der Verschwörung des 20. Juli in Plötzensee hingerichtet. Die grüne Politikerin und Theologin Antje Vollmer folgt in ihrem Buch, von dem auch der Historiker Fritz Stern begeistert ist, dem Leben eines ostpreußischen Adeligen, der sein Leben riskierte, um dem Hitler-Regime ein Ende zu setzen. Lehndorff wurde mit 27 Jahren - im Jahr 1936 - Besitzer eines der schönsten Güter Ostpreußens: Steinort. Die Gutsanlage Steinort ist eine Station der vom 28. Mai bis zum 5. Juni angebotenen Reise des Förderkreises Kultur & Schlösser mit Dr. Bettina Bouresh ins ehemalige Ostpreußen.

Aktualisiert (Montag, 18. April 2011 um 09:04)


Förderkreis Kultur und Schlösser e. V.

Der Förderkreis Kultur und Schlösser e.V. wurde 2005 gegründet. Seinen juristischen Sitz hat er in der Burg Boetzelaer in Kalkar und sein Büro seit April 2020 im Schloss Senden in Senden.

Burgen, Schlösser und Klöster sind wichtige Träger von Geschichte und Kultur und wertvoller Teil des kulturellen europäischen Erbes. Der gemeinnützig tätige Förderkreis Kultur & Schlösser e.V. möchte den Erhalt dieser kulturhistorisch bedeutsamen Anlagen unterstützen, sie durch vielfältige Veranstaltungen zu Orten der Begegnung machen und in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Veranstaltungen, wie Kammermusikkonzerte, Kulturreisen, kulinarische Kulturerlebniswochenende, mehrtägige Radtouren verknüpft mit Besichtigungen u. Ä. werden von Mitgliedern initiiert und organsiert.

Ein weiteres bedeutendes Ziel des Förderkreises, wie bereits bei dessen Gründung im § 2 seiner Satzung festgelegt wurde, ist die Heranführung der Jugend an das kulturelle Erbe. Zu diesem Zweck wurde aus seiner Mitte 2010 die Stiftung Jugend & Schlösser gegründet.

Der Förderkreis ist Mitglied von EUROPA NOSTRA, einem 1963 gegründeten europäischen Denkmalschutz-Verbund mit Sitz in Den Haag.

Schloss Senden
Holtrup 3, 48308 Senden
Telefon: 02597 9399271
E-Mail:info@jugend-schloesser.de

2010 ging aus dem Förderkreis Kultur & Schlösser die gemeinnützige Stiftung Jugend & Schlösser hervor. Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit steht die Jugend. Schlösser bzw. historische Anlagen spielen hier eine wichtige aber nachgeordnete Rolle als außerschulische Lern- und Veranstaltungsorte. Junge Menschen sollen besonders im Hinblick auf ihre berufliche Orientierung, die Weiterentwicklung ihrer Neigungen sowie die Entfaltung eines europäischen Bewusstseins gefördert werden. Dabei geht es auch um das Wissen um die eigene Identität, die deutsche und europäische Geschichte und Kultur sowie die Bereitschaft, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Von der Stiftung werden in Kooperation mit der Andreas-Mohn-Stiftung, Bielefeld sowie dem Förderkreis Kultur & Schlösser e.V. zwei etablierte Jugendprojekte mitfinanziert:

Die Stiftung Jugend & Schlösser ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V., Berlin www.stiftungen.org

Stiftung Jugend & Schlösser

Büro: Schloss Senden, Holtrup 3, 48308 Senden, Telefon: 02597 9399271. Email: info@jugend-schloesser.de
Webseite: www.jugend-schloesser.de